Influencer - was gibt es zu beachten

Shownotes

Ich werde Influencer! Für viele ein Traum der leicht umsetzbar ist. Mit dem richtigen KnowHow auch eine super Chance mit eigenem Content und guter Platzierung Geld zu verdienen. Doch auch das ist ein Beruf. Aber ab wann muss ich ein Gewerbe anmelden und was gibt es sonst noch zu beachten? Genau das beleuchten wir in dieser Folge und erklären dir, wie du sicher startest. Damit der Traum auch erlebbar wird und es später keine bösen Überraschungen gibt. Viel Spaß beim Hören.

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00:00:01: Hier ist Einfach

00:00:02: Gründen,

00:00:03: der Podcast der IHK Region Stuttgart.

00:00:07: Weil gute Ideen nicht auf dem Bierdeckel enden sollten.

00:00:13: So, herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge Einfach Gründen.

00:00:18: Heute wieder mit mir, Chris und Alex.

00:00:22: Du bist auch wieder mit dabei.

00:00:23: Richtig.

00:00:23: Überraschung.

00:00:24: Bin auch da.

00:00:24: Ich

00:00:24: grüße dich.

00:00:26: So, heute wollen wir uns mit dem Thema Influencer Marketing mal so ... bisschen näher beschäftigen.

00:00:35: Habe ich was Falsches gesagt, weil du so guckst?

00:00:37: Nee, beziehungsweise mit dem Thema Influencer.

00:00:39: Influencer, ja, nicht Influencer.

00:00:41: So ganz allgemein, weil viele haben ja den Wunsch, beziehungsweise auch den Plan, sich als Influencer zu etablieren, um so Geld zu verdienen und was auch noch dazukommt.

00:00:53: sieht man ja auch immer mal wieder auf diesen Videos.

00:00:57: Viele ärgern sich über das Finanzamt, weil sie plötzlich einen Brief bekommen und so viel Steuern nachzahlen müssen.

00:01:02: Das haben wir ja auch oft gesehen.

00:01:04: Und da wollen

00:01:05: wir einfach mal angreifen.

00:01:06: Ja, völlig richtig.

00:01:07: Und das ist jetzt nicht mehr ganz unsere Zeit.

00:01:11: Also wir zwei, wir werden jetzt keine Influencer mehr.

00:01:14: Wir sind doch hier schon Gründungsinfluencer.

00:01:17: Sind wir Gründungsinfluencer?

00:01:18: Okay.

00:01:19: Dann zieht die Aussage zurück.

00:01:20: Nein.

00:01:20: Also, kommen wir zum Punkt und zum Wesentlichen.

00:01:23: Wir werden oft gefragt, ja, ich mach doch nur hier Instagram und so und ich poste hier so ein bisschen was.

00:01:27: Da bräuchte doch kein Gewerbe.

00:01:29: Falsch.

00:01:30: Da würde ich jetzt mal sagen.

00:01:32: Okay.

00:01:32: Also.

00:01:32: Da kommen wir direkt auf den Punkt.

00:01:34: Ja, ja.

00:01:34: Wann brauche ich denn so ein Gewerbe, Alex?

00:01:36: Ja gut, es gibt den Grundsatz nach Paragra XIV der Gewerbeordnung und man muss in Gewerbe anmelden, sobald eine dauerhafte und sobald man Gewinnerzielung im Kopf hat und das regelmäßig ausübt, muss man ein Gewerbe anmelden.

00:01:55: Das ist völlig unabhängig, wie viel ich damit verdiene oder ob ich hauptberuflich noch was weiß ich, wo angestellt bin.

00:02:02: Wenn ich ... eine Gewinnerziehungsabsicht habe und wenn ich das regelmäßig mache, dann muss ich das anmelden.

00:02:10: Korrekt.

00:02:11: Und das ist der wichtige Punkt.

00:02:12: Es gibt keine, keine drei tausend Euro Freigrenze, wo ich mal probieren kann und so.

00:02:17: Das gibt es nicht.

00:02:18: Sobald ihr die Absicht habt, muss das Gewerbe auf dem zuständigen Gewerbe haben.

00:02:21: Die habt ihr schon gelernt, weil ihr alle unsere Podcast hört, kommunale Geschichte.

00:02:25: Dort anmelden, wo das Gewerbe sein sitzt, dann hat oder wo ihr ein Wohnart habt.

00:02:29: Dann habt ihr ein Gewerbe und dann Krieg die auch Post vom Finanzamt?

00:02:35: Ja, genau.

00:02:36: Und wer das nicht tut und durch die Bekanntheit, die man natürlich hat als Influencer, wenn man das erfolgreich aufgebaut hat, bekommt natürlich auch das Finanzamt mit.

00:02:47: Und dann prüft mal das Finanzamt, hey, was könnte denn hier gelaufen sein?

00:02:51: Und dann gibt es ein Briefchen mit Nachzahlungen.

00:02:55: Und das sind immer die Momente, die man dann in diesen Videos sieht.

00:02:58: Ich weiß gar nicht mehr, was ich tun soll.

00:02:59: Das Finanzamt möchte von mir so und so viel Geld.

00:03:02: Genau, deswegen achtet da einfach drauf, kommt auch gerne auf uns zu, auf unsere Gründungsberatung und lasst euch ordentlich informieren, wie ihr solide starten könnt und wie ihr ohne viel Stress und viel Post von irgendwelchen Ämtern da durch starten könnt mit eurem Marketing.

00:03:19: Wir machen ein ganz einfaches Beispiel.

00:03:21: Ihr wollt jetzt als Influencer durch starten und habt sowieso schon ein Instagram Profil zum Thema

00:03:31: Tennis.

00:03:31: Tennis.

00:03:31: Hatten wir noch nicht, aber ja, okay.

00:03:33: Ja, wir

00:03:33: haben jetzt ein Profil zum Thema Tennis, wo ja einfach wie so ein kleiner Tennis-Lehrer oder Tennis-Lehrerin immer mal wieder so ein paar kleine Shots zeigt oder wie man ein Ball antizipieren kann und, und, und.

00:03:47: Also so ein bisschen Lern-Content, bei dem jetzt aber nichts rumkommt.

00:03:52: So brauche ich dafür ein Gewerbe?

00:03:54: Erst mal nicht.

00:03:55: So,

00:03:55: genau, brauche ich nicht.

00:03:56: Aber ... Jetzt kommt vielleicht ein Tennisverband auf euch zu und sagt, hey, der Kanal, der gefällt uns richtig gut.

00:04:04: Die Inhalte sind richtig.

00:04:05: Für uns auch wichtig.

00:04:07: Und gleichzeitig spiegelt es auch die Qualität wieder.

00:04:10: Wir hätten gerne, dass du für uns drei Monate lang, jeden Monat drei Posts machst.

00:04:19: Ja.

00:04:21: Und dafür zahlen wir so und so viel.

00:04:23: Ja.

00:04:23: Brauche ich jetzt ein Gewerbe?

00:04:24: Ja.

00:04:25: Ja, guck.

00:04:26: Warum?

00:04:26: Weil du regelmäßig bist, du hast praktischen Auftrag bekommen, du bist also jetzt gewerblich tätig und du wirst, logischerweise auch dafür bezahlt.

00:04:35: Und vielleicht kommt dann auch noch die Info, nutzt die und die Bälle mit der und der Marke und den und den Tennischläger und vielleicht die Hose von Adidas oder die Schuhe von Nike oder was weiß denn ich, also da gibt es ja viele Möglichkeiten.

00:04:46: Und jeder normale Influencer würde ja dann sagen, wenn der Verband jetzt schon auf mich zukommt und sagt, hey, nutzt die Bälle von der und der Marke, dann gehe ich doch auf die Marke zu.

00:04:55: und sagt, schau mal hier, ich hab's schon post gemacht, weil unser Verband das ist, ich bin Tennis Influencer, kann ich denn für euch auch so was machen.

00:05:02: So, und dann, das macht ja dann jeder, weil dann kann man ja mehr Geld verdienen.

00:05:05: So sieht's aus.

00:05:05: Und dann, also ihr seht, ihr seid sehr, sehr schnell in einer regelmäßigen gewerblichen Tätigkeit.

00:05:13: Ja, und wie gesagt, du hast es gesagt, es geht manchmal einfach brutal schnell.

00:05:17: hat gar nicht so das Gefühl dafür wie schnell es geht und die Absicht ist auch schon da gewinnert zur Wirtschaft und zu erzielen und dementsprechend meldet das ganze an.

00:05:25: So Alex, aber jetzt worauf muss ich denn achten, wenn der Tennisverband jetzt anklopft und sagt ich will, dass du das machst und da kommt vielleicht noch mal jemand anders und sagt ich möchte, dass du auch noch mal was machst.

00:05:36: Worauf musst du denn achten?

00:05:37: Jetzt sind wir ja auf unserem Instagram Profil mit dem Tennislehrer und der macht jetzt auf einmal auch andere Beiträge.

00:05:46: Und es muss klar ersichtlich sein, dass es sich hier um Werbung handelt.

00:05:51: Das heißt, es gibt eine Kennzeichnungspflicht.

00:05:54: Jeder Beitrag, der irgendeinen kommerziellen Zweck hat, muss klar als Werbung gekennzeichnet sein.

00:06:00: Also Anzeige hinschreiben, Werbung hinschreiben.

00:06:02: Das ist Pflicht.

00:06:04: Nicht irgendwo versteckt, nicht in den Hashtags, nicht irgendwo im Text, sondern direkt vorne drauf.

00:06:10: Am besten irgendwo mit so einem Banner im Video.

00:06:15: Das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt.

00:06:16: und ein zweiter ganz wichtiger Punkt sind Urheber und Markenrechtsgeschichten.

00:06:21: Was heißt das jetzt?

00:06:23: Wenn ihr Musik, wenn ihr Fotos, wenn ihr Louros oder sonst irgendwas nutzt, dann bitte schreibt auf und recherchiert und... Weißt nach, dass ihr diese Rechte an diesem Medium dann auch habt und dass ihr das auch nutzen dürft.

00:06:38: Und ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt ist, schreibt es auf, dokumentiert das konkret.

00:06:43: Woher habt ihr das?

00:06:44: Wo ist die Erlaubnis?

00:06:45: Wo ist die E-Mail?

00:06:46: Wo ist der Brief von demjenigen, der euch das erlaubt hat, eben nutzen zu dürfen?

00:06:50: Auch wo ist vom Verband die Anweisung Machwerbung für uns als Verband?

00:06:58: Weiß einfach auf unsere Angebote vielleicht hin.

00:07:00: Dokumentiert diese Punkte.

00:07:02: Das ist unheimlich wichtig.

00:07:04: Ganz, ganz wichtig.

00:07:04: Also wenn ihr euch irgendwo Musik dafür holt, dann werdet ihr die Lizenz automatisch mit downloaden.

00:07:12: Ihr werdet die bezahlt haben, speichert Rechnung und Lizenz einfach zu dem Video, das ihr dann produziert habt, ab, um es später zu wissen.

00:07:19: Wenn ihr jetzt in diesem Tennis Video einen Schüler oder einen anderen mitfilmt, Recht am eigenen Bild.

00:07:25: Ihr dürft es nicht einfach veröffentlichen.

00:07:28: Er kann euch mündlich sagen, ja klar, mach.

00:07:30: Aber wenn er es in einem halben Jahr, weil ihm das Video nicht gefällt, anders sieht, dann habt ihr ein Problem.

00:07:34: Also lasst euch das schriftlich geben.

00:07:36: Ganz, ganz

00:07:37: wichtig.

00:07:37: Ja, und da hört ihr schon so ein bisschen raus.

00:07:40: Es ist halt doch nicht einfach mal kurz und ganz schnell und einfach und easy gemacht.

00:07:44: Nein, natürlich nicht.

00:07:45: Es braucht halt auch ein bisschen Dokumentation.

00:07:47: Es braucht eine gewisse Bürokratie auch bei Anmeldungen und bei Nachweisen.

00:07:53: Ja,

00:07:53: wie in jedem.

00:07:53: Beruf am Ende und das gehört dazu.

00:07:57: Vielleicht in der Stelle noch kurz gesagt, wir sind keine Juristen.

00:08:01: Also wir haben das natürlich täglich in unserer Beratungstätigkeit, aber sagen das auch immer dazu, wenn ihr euch da nochmal den doppelten Boden holen wollt, dann gerne mal mit einem Juristensprecher hin oder auch bei uns mal anklopfen.

00:08:13: Wir haben natürlich auch Juristen an der Hand.

00:08:15: Kein Thema.

00:08:16: Aber kommen wir von diesem Urheber- und Markenrecht gleich mal zum nächsten.

00:08:20: Datenschutz.

00:08:21: Die Datenschutz-Grundverordnung, die sagt zum Beispiel, dass ... Gewinnspiele, Newsletter, diese Anmeldungen müssen natürlich recht sicher verarbeitet werden.

00:08:32: Da habt ihr personenbezogene Daten, E-Mail-Adressen etc.

00:08:35: drin und das muss auch korrekt durchgeführt werden.

00:08:39: Ja und auch hier wieder dokumentiert und ... nachweisbar vorhanden sein, dass ihr das auch ordnungsgemäß gemacht habt.

00:08:48: Das würde natürlich jetzt den Rahmen springen, der noch tiefer drauf einzugehen.

00:08:50: Deswegen kommt er einfach auf uns oder auf die Juristinnen und Juristen bei uns im Haus zu und fragt er auch noch mal nach, wenn ihr euch da unsicher seid.

00:08:57: Da gibt es auch gute Informationsblätter noch bei uns auf der Website.

00:09:00: Ja, nach Datenschutz und DSGVO fehlt natürlich noch die Impressumpflicht und die sagt nämlich aus.

00:09:07: dass, wenn ihr ein Instagram-Kanal habt und dort eben auch ja gewerblich tätig seid, ihr auch ein Impressum braucht.

00:09:15: Und soweit ich weiß und mein letzter Stand, Alex, korrigier mich, wenn es nicht so ist, dass ihr auf Instagram euer Impressum gar nicht so einfach oder überhaupt hinterlegen könnt.

00:09:25: Ich kann auf Instagram schon was hinterlegen, aber nicht ausreichend.

00:09:28: Also ihr braucht völlig egal, was ihr dann macht als Influencer.

00:09:33: Ihr braucht ein Impressum, weil es eine Impressumspflicht gibt.

00:09:36: Das heißt, man kommt eigentlich um so eine kleine Homepage, ein One-Page oder sowas, nicht drum herum, auf das man verlinken kann, wo dann das Impressum steht.

00:09:45: Das lässt sich für ganz, ganz viele andere Sachen auch sagen.

00:09:48: Wenn ihr in der Band seid, die CDs verkauft, braucht ihr ein Impressum, wenn ihr auch nur eine Facebookseite habt.

00:09:53: Ihr braucht es.

00:09:54: Das ist der Punkt Impressumspflicht, das hier das Schlag- und Stichwort.

00:09:59: Schau euch dazu auch nochmal die Informationen bei uns auf der Seite an.

00:10:03: Ja, dann, was bleibt noch so als Überbegriff hier zu sagen zu diesen Punkten, die Vertragsgestaltung, sei es Vergütung, sei es Nutzungsrechte, sei es Haftung, sei es Kennzeichnungspflicht, all diese Dinge solltet ihr schriftlich regeln.

00:10:19: Ja,

00:10:20: unbedingt.

00:10:21: Mehr.

00:10:21: Also ich will auch gar nicht irgendwie noch ein Türchen aufmachen, schriftlich regeln.

00:10:26: Ja,

00:10:26: Punkt.

00:10:27: Und damit hätten wir das Rechtliche, glaube ich, immer so grob zusammengefasst.

00:10:31: Also ihr merkt, das ist doch auch schon ein bisschen was, was dazugehört.

00:10:36: Aber wir sind eben mit der Verbreitung von fremdgenutzter Musik zum Beispiel, lizenstechnisch.

00:10:45: Personen, personenbezogene Daten, das gehört da alles irgendwo dazu und das muss eben dementsprechend richtig und korrekt DSGVO-konform etc.

00:10:56: durchgeführt werden.

00:10:57: Und für all diese Vertragsgestaltungen und Themen gibt es natürlich auch Mustervorlagen, das will ich hier noch mal erwähnen, zum Beispiel die Jakar Frankfurt hat auf ihrer Website einige Muster für verschiedenste Themen hier, die wir genannt haben, auch aufgeführt.

00:11:12: Ob das dann immer so reicht, das würde ich jetzt mal hier bezweifeln, will ich fast sagen.

00:11:17: Es muss halt immer individuell auch angepasst werden und auch nochmal genau geschaut werden, was brauche ich, was passt zu mir, was ist nötig und dann im Zweifel auch nochmal mit einem Fachanwalt und einen Fachanwältin dann nochmal drüber geschaut werden.

00:11:33: Ja.

00:11:34: Lassen wir mal die bürokratischen Hürden genauso stehen und hinter uns und kommen wir auf die Chancen, die es denn auch gibt als Influencer, weil natürlich gibt es da einige.

00:11:43: Also, wenn ihr Influencer seid und es hinkriegt, euch eine Community aufzubauen, dann habt ihr natürlich eine sehr, sehr hohe Glaubwürdigkeit in der eigenen Community.

00:11:54: Und das macht euch als Markenbotschafter für Firmen sehr, sehr, sehr interessant.

00:12:01: Community, die Zielgruppe ist und da sind wir jetzt wieder beim Tennislehrer und dem Verband, dann passt das ja wie die Faust aufs Auge.

00:12:10: Ja und das ist auch ein riesen, das kann ein riesen Impact sein, wenn ihr je nachdem wie viel Follower ihr auch habt für die für die, ich sag jetzt mal Auftraggeber, wenn die wissen, dass das ihre Zielgruppe ist, Alex, du hast es gesagt, dann schlägt das natürlich ein wie eine Bombe und dann verdienen die natürlich entsprechend auch Geld.

00:12:29: Dementsprechend habt ihr da schon auch ein gewichtiges Wörtchen mitzusprechen, wenn es dann bei diesem, um diese Werbung auch tatsächlich geht als Influencer.

00:12:39: Nutzt das und verhandelt das auch ordentlich dann mit den Auftraggebern.

00:12:42: Gleichzeitig habt ihr natürlich hohes Engagement bei eurer Zielgruppe, gerade wenn ihr in der Nische seid.

00:12:50: Und als Content-Profis könnt ihr kreativ mit den Kampagnen arbeiten und das natürlich komplett emotional aufladen.

00:12:57: Was wiederum bedeutet, die Verkäufe werden, wenn es mit der Community und alles gut gemacht ist, bei der Firma deutlich hoch gehen und ihr könnt dementsprechend auch relativ gute Honorare verlangen, wenn es läuft.

00:13:12: Ja, das meinte ich mit gut verhandeln.

00:13:14: Ja, das ist gut.

00:13:17: Ihr kennt eure Zielgruppe, ihr kennt eure Follower am allerbesten, ihr wisst auch was ankommt, weil ihr meist sehr gut in der Materie auch drin seid, in der ihr da unterwegs Werbung macht.

00:13:29: nutzt es und verhandelt es entsprechend auch mit den entsprechenden Auftraggebern.

00:13:33: Genau, aber wo es Chancen gibt, gibt es auch Risiken, Alex?

00:13:36: Ja, die haben wir natürlich immer.

00:13:37: Also gerade das mit der Kennzeichnungspflicht, wenn ihr das nicht tut, dann ist es Schleichwerbung.

00:13:42: Und das kann eine Abmahnung geben, klar, das kann aber auch relativ hohe Bußgelder geben, die ich meine bis zu fünfhunderttausend gehen können.

00:13:51: Das ist natürlich fallabhängig, aber ja.

00:13:54: Das kann passieren.

00:13:55: Ihr könnt auch ein Image-Problem bekommen, Chris.

00:13:58: Wie passiert das?

00:13:59: Ja, durch

00:13:59: Fehlverhalten beispielsweise, das Influencer oder der Influencerin, das kann natürlich auf die Marke oder auf den Auftraggeber abverben und dementsprechend halt negative Konsequenzen haben, sodass dann in ihr wahrscheinlich auch Follower verliert, aber auch Auftraggeber verliert, weil ihr eben, ja... in eurem Content vielleicht Dinge gesagt oder gezeigt habt, die vielleicht nicht konform waren mit dem, was sich euer Auftraggeber vorgestellt hat oder auch eure Community.

00:14:27: Genau, oder die Community.

00:14:28: Ich wollte gerade sagen, kann auch andersrum sein, wenn ihr für eine Firma was macht.

00:14:31: Ihr habt drei Videos gemacht, das sind noch fünf zu machen in dem Vertrag.

00:14:34: Und plötzlich haut die Firma irgendein Statement raus, wo man denkt, jetzt unterstützen sie aber irgendwie eine Partei, die wir hier gar nicht wollen.

00:14:44: Dann habt ihr vielleicht da auch selber ein Image-Thema.

00:14:48: Kommt dann auch noch dazu.

00:14:50: Ja, von dem her, wo Chancen sind, gibt es auch Risiken.

00:14:53: Aber die Risiken kann man natürlich minimieren.

00:14:56: Genau.

00:14:56: Man muss drauf schauen, man muss sich überlegen, wo sind die Risiken, welche kann ich selbst minimieren.

00:15:00: Und wenn ihr es nicht selbst minimieren könnt, dann empfiehlt sich zumindest hier in dem Fall mal darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoll wäre, vielleicht eine Art betriebliche Rechtsschutzversicherung.

00:15:10: zu haben, falls es zu solchen Rechtsstreitigkeiten kommt und irgendwas nicht rundgelaufen ist, dass ihr da auf jeden Fall in Anführungszeichen sicher seid, weil ihr dann einen rechtlichen Beistand bei euch an der Seite habt, der euch da durchführt und unterstützt.

00:15:25: Auch die Cyberversicherung macht hier Sinn, weil euch wird der Instagram-Kanal gehackt und dann habt ihr gar nichts mehr zu melden.

00:15:34: Also ist auch schlecht.

00:15:35: Aber okay.

00:15:36: Jetzt haben wir das mal grob zusammengefasst.

00:15:39: Genau.

00:15:40: Machen

00:15:40: wir es nochmal rund.

00:15:41: zum Schluss.

00:15:41: Ja, aber vielleicht noch der Hinweis jetzt auch, wir sind keine Versicherungsmacht.

00:15:44: Ich muss leider sagen, wenn ihr zum Thema Versicherung einmal nähere Infos wollt, wir haben da so eine Folge gemacht, aber auch erzählt, sprecht mit einem freien Berater, eine freien Beraterin, lasst euch genau aufdröseln, was brauche ich für dieses Business und was muss ich nicht unbedingt und zwingend haben, das könnt ihr dann von mir also auch weglassen.

00:16:00: Aber es gibt Dinge, die sollte ihr euch unbedingt anschauen und dann auch tatsächlich Überlegen, das nicht zu Rad zu schließen.

00:16:07: Ja, aber nicht mit uns.

00:16:09: Nein, nicht mit uns.

00:16:10: Also, machen wir es rund.

00:16:11: Zum Ende.

00:16:12: Wenn ihr jetzt als Influencer oder Influencerin durchstarten wollt, dann solltet ihr erst mal prüfen Gewerbeanmeldung.

00:16:20: Prüft, ob ihr das braucht oder nicht.

00:16:21: Weil, wie gesagt, habt ihr eine Gewinnerzielungsabsicht, dann solltet ihr einen Gewerbeanmelden.

00:16:27: Wir haben es jetzt auch vorhin schon mit den Kennzeichnungspflichten gehabt.

00:16:31: Kommen wir gleich nochmal dazu.

00:16:33: Man sieht ja auch oft unbezahlte Werbepartnerschaft.

00:16:36: Auch das wird dir gekennzeichnen.

00:16:38: Ja, so ist es.

00:16:39: Dementsprechend, nach der Gewerbeanmeldung und Prüfung bzw.

00:16:43: erste Prüfung dann der Anmeldung, falls es so weit sein sollte, macht euch Gedanken über das Thema Impressum und Datenschutz.

00:16:49: Vollständiges Impressum.

00:16:50: Was gehört da rein?

00:16:51: Was gehört nicht rein?

00:16:52: Da gibt es Vorlagen, da gibt es Informationsmaterial auch bei uns auf der Website, seit DSGVO-konform.

00:16:59: Das ist da, glaube ich, noch mal wichtig zu erwähnen.

00:17:02: Genau, dann kommen wir zu Kennzeichnungspflicht, Werbung oder Anzeige.

00:17:06: Ganz klar sichtbar machen am Anfang des Beitrags oder am besten im Video und was auch noch wichtig ist.

00:17:11: Nicht nur Beiträge, auch Stories.

00:17:12: Alles gehört dazu.

00:17:13: Alles muss gekennzeichnet werden.

00:17:15: Und dann sind wir auch schon beim Thema Urheberrecht.

00:17:18: Nicht nur eigene Inhalte oder lizenzierte Materialien verwenden.

00:17:23: Nicht einfach irgendwie was runterladen und verwenden.

00:17:26: Ihr braucht das alles lizenziert und freigegeben.

00:17:30: Genau, so sieht es aus.

00:17:31: Verträge ist der nächste Punkt.

00:17:32: Schließt Verträge ab.

00:17:34: Schriftliche Vereinbarungen müssen getroffen werden oder sollten getroffen werden.

00:17:39: Nutzungsrechte, Haftungsthemen.

00:17:41: klärt das vorher ab, bevor er startet und dann legt los.

00:17:44: Seid auf der sicheren Seite habt alles schön dokumentiert und aufgeschrieben und dann kann nicht viel schief gehen.

00:17:49: Ja und dann könnt ihr durchstarten als Tennis Influencer.

00:17:52: Zum Beispiel, ganz genau.

00:17:55: Ja gut, das Thema Haftung hatten wir schon.

00:17:59: Von daher minimiert das Haftungsrisiko.

00:18:03: Damit sind wir mit dieser Folge, glaube ich, erst mal so weit durch und haben euch das Nötigste und Wichtigste für den Start erzählt.

00:18:09: Man kann immer mehr und immer weiter erzählen, aber dann wirklich in der individuellen Beratung kommt gerne auf uns zu oder auf eure IHK, wo auch immer ihr uns zuhört.

00:18:17: Jetzt genau und in dem Sinne bleibt erfolgreich und viel Spaß weiterhin beim Gründen oder bei einem Startup.

00:18:24: Macht's gut und bis zum nächsten Mal.

00:18:25: Ciao!

00:18:27: Einfach gründen.

00:18:29: Weniger bla bla,

00:18:30: mehr

00:18:30: machen.

00:18:31: Bis zum nächsten Mal.

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